Mahlganzanders – unser Weg ist vorgezeichnet… #mahlganzanders

Die Sache kommt langsam ins Rollen – Frank und Konsorten tingelten gestern einmal durch die schöne Frankfurter Innenstadt um die Route für mahlganzanders auszukundschaften. Rausgekommen ist dabei Weiterlesen

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Evangelisch.de: Pfarrer auf Facebook – Ein Kommentar

Gestern wurde auf evangelisch.de ein Beitrag mit dem schmissigen Titel „Pfarrer auf Facebook: eine Anleitung“ gepostet. Das Thema ist spannend, nach der Diskussion um LehrerInnen und ihr Verhalten in sozialen Netzwerken war es m.E. auch nur eine Frage der Zeit bis diese Thematik bei anderen Berufsgruppen mit einer gewissen Öffentlichkeit ankommt.

Der Beitrag von Manon Priebe (Profil auf evangelisch.de) orientiert sich vor allem an dem Artikel „Jenseits der Parochie“ von Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Ralf Peter Reimann und Alexander Ebel, der im aktuellen Pfarrerblatt erschienen ist. (Link zum Beitrag)

Wie gesagt, ich finde das Thema spannend und die Diskussion auch notwendig. Daher nun ein paar Gedanken dazu. Weiterlesen

#Openreli – Woche 2: Was ist guter kompetenzorientierter Unterricht?

Bevor die zweite Woche verstreicht, versuche ich mich noch an einer kurzen Antwort zu meiner persönlichen Einstellung zu gutem Unterricht. Heute startete für mich das neue Semester und wie bestimmt alle Lehrenden wissen: die erste Woche nach der unterrichtsfreien Zeit ist (egal ob Schule, Hochschule oder andere Bildungseinrichtung) immer heftig. Sie anstrengend, schön, aufregend, altbekannt und doch neu….(Ergänzungen bitte in die Kommentare)

Die offizielle Aufgabe lautet:

Woran kann man deiner Meinung nach guten (kompetenzorientierten) Religionsunterricht erkennen?

Verkürzt: „Was ist guter kompetenzorientierter Religionsunterricht?“

Wann ist für mich als Lehrender (an einer deutschen Hochschule) mein Unterricht gut? Diese Frage stellt man sich, trotz aller Lehrevaluationen und Qualitätssicherungsverfahren, nicht oft und meistens auch nicht ehrlich genug. Eine Lehr-Lernsituation ist von so vielen Faktoren und Variablen bedingt, dass sich oftmals nicht im Voraus sagen lässt ob sie gut oder schlecht wird. Ob sie gelingt oder schief geht. Guter Unterricht macht aber immer den Lernenden zum Hauptanliegen, wenn man so will – zu einem seiner Gegenstände. Es geht um die Frage „wo will ich mit meinen Lernenden gemeinsam hin? Was wollen wir (gemeinsam) lernen?“ Tritt dann noch die Kompetenzorientierung hinzu, dann geht es um die Verknüpfung von Fachwissen und (Lern)Methoden und das Ganze unter den Bedingungen von maximaler Lernfreiheit. Als Lehrender bedeutet das vor allem eins: Kontrolle abgeben.

Wer schon einmal die Verantwortung für eine Lerngruppe hatte, der weiß, wie schwer das ist. Loslassen. Den Lernenden Freiraum geben. Sie laufen lassen. Und dabei muss man es vor allem aushalten können, dass sie (die Lernenden) sich vielleicht von dem was man selber weiß und oder interessant finden würde entfernen, Fehler machen oder auf Ideen kommen, die mir selbst nicht eingefallen sind. Freiraum für Lernende muss der Lehrende aushalten können, ein Punkt der in der Diskussion oft zu kurz kommt.

Zurück zu der Ausgangsfrage: Was ist guter Unterricht? (Huch, da war die Kompetenzorientierung aus der Fragestellung rausgerutscht) – Guter Unterricht spricht an, regt zum Nachdenken und Nachfühlen an, er bewegt. Diese Bewegung ist nicht unmittelbar sichtbar. Manchmal zielt man als Lehrender auf etwas und dieser Effekt tritt nicht sofort, sondern erst nach Jahren ein. War der Unterricht dann gut?

Meine Meinung: JA!! Guter Unterricht verlässt die Grenzen des Unterrichts, berührt den Lernenden, so dass „Unterricht“ nicht mehr eine Situation sondern eine zeitliche Begebenheit ist. Das teilnehmende Individuum ist nicht mehr nur TeilNEHMER, sondern bringt sich ein – wird zum TeilGEBER. Der Sprung vom Lernen zur Aneignung passiert und die Lerngruppe gewinnt an Dynamik. Ein Unterricht, der nicht dynamisch ist, der sich nicht im freien (frei heißt nicht grenzen- oder regellos!) Zusammenspiel zwischen Lehrenden, Lernenden und Unterrichtsgegenstand/gegenständen bewegen kann und will – der ist definitiv nicht gut.

Mit der kurzen Frage die wir (also das Initiatorenteam von Openreli) uns ausgedachte haben, kann man ganze Bücher füllen und dann ist immer noch nicht alles gesagt. Etwas was mir in Hinblick auf den eigenen Unterricht immer hilft ist: die Suche nach und Rückbesinnung auf die eigene Begeisterung. Ich habe mich für mein Studium und für meinen Beruf aus einer ganz bestimmten Überzeugung und Begeisterung entschieden. Das muss in jeder Lehr-Lernsituation irgendwo vorkommen und (hoffentlich) überspringen. Mein Unterricht ist für mich gut, wenn ich vermitteln kann, warum das gerade Behandelte (mir) wichtig ist und meine Teilnehmer sich selbst einbringen. Das ist mir ein zentrales Anliegen, darauf möchte ich hinaus. Ich möchte anregen selbst zu denken, mündig zu werden, sich Kompetenzen anzueignen und sich mit Dingen auseinanderzusetzen um etwas zu verändern, sich die Welt zu erschließen und eine aktive Rolle einzunehmen.

Zum Abschluss der Versuch die vorangehenden Wörter in einen Satz zu packen: Guter Unterricht bewegt, regt an und befähigt zur Bewegung – er macht den Bewegten zum Beweger.

Der Startschuss ist gefallen: Openreli läuft!

Gestern Abend um 21 Uhr ging es los, wir starteten die erste Openreli-Live-Session. Inzwischen sind fast 200 Leute bei dem ersten religionspädagogischen MOOC angemeldet – von diesen klinkten sich 48 in die Session ein.

Ganz besonders spannend und für mich auch unheimlich motivierend war zu sehen, dass so viele unterschiedliche Menschen (viele davon verstreut >> Karte der gestrigen TeilgeberInnen) dabei sind. Gestern war der norddeutsche Raum zwar kaum vertreten, aber vielleicht kommt das noch (es ist nie zu spät bei Openreli mitzumachen). Die TeilgeberInnen entwickelten bereits gestern eine wunderbare Eigendynamik, durch den Chat hallte mehr als einmal die Frage „wer will sich mit mir vernetzen?“ und spätestens als der Begriff der Kompetenzorientierung das erste Mal fiel, wurde die Diskussion im Chat richtig heiß (hier gibts den Chat zum Nachlesen).

Nach gestern kann man mit Fug und Recht sagen: der Start ist geglückt, nun kommt es meiner Meinung nach darauf an, dass diese Anfangsenergie sich in dauerhafte Dynamik wandelt und alle Beteiligten sich miteinander vernetzen, einander von ihren Ideen, von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen profitieren. Ab dem  17.10. nehme ich auch mit meinem Seminar zum Thema „Methoden der Auslegung in Exegese und Bibeldidaktik“ teil – ich bin gespannt wie meine Studierenden auf diese Kombination reagieren und welche Effekte die Begegnungen haben werden. Ich freue mich darauf eine ganze Menge zu lernen, sich auszutauschen und gemeinsam etwas zu entwickeln was uns allen weiterhilft. Openreli lebt von der Beteiligung, aktiv werden ist angesagt – also werde ich in den nächsten Wochen hier regelmäßig vor allem dazu schreiben. Das Thema Kompetenzorientierung brennt allen TeilgeberInnen auf die eine oder andere Weise unter den Nägeln – ich glaube, dass ist die beste Voraussetzung, dass im Zuge von Openreli Materialien, Austausch und Vernetzung entstehen.

Hinter uns liegen Monate des Vorbereitens, vor uns liegt ein Zeit voller Produktivität – kann es etwas schöneres geben?

Bis zum nächsten Input ist es ein bisschen hin (Übersicht siehe unten), aktuell überlegen wir noch spontan einen weiteren Termin zu Tools und Werkzeugen einzubauen. Bis dahin gilt es sich folgender Aufgabe zu stellen:

Stelle dich mit deinen Erwartungen und persönlichen Lernzielen bei #openreli vor. – Dazu kannst du zum Beispiel:

Die nächsten Termine

  • 15.10.2013, 18:00: Andreas Ziemer, Was ist guter Unterricht?
  • 16.10.2013, 20:00: Wolfgang Michalke-Leicht, Wie entsteht eine kompetenzorientierte Sequenz/Unterrichtsstunde? + Beispiele
  • 24.10.2013, Uhrzeit folgt: Markus Tomberg, Was ist Kompetenzorientierung? + Beispiele
  • 25.10.2013, 17:30: Ingrid Grill-Ahollinger, Vorstellung und Beispiele zum Einsatz von “Ortswechsel”
  • 20.11.2013, 19:30: Expertenrunde

Zum Abschluss eine Reihe Links:

#EdChatDe – Erfahrungen nach der ersten Teilnahme / Teilgabe

Gestern habe ich am EdChatDE teilgenommen. Per Twitter (Hashtag: #EdchatDE) microbloggten zwischen 20 und 21 Uhr Lehrende aus Deutschland (und sogar aus dem englischsprachigen Ausland) zum Thema „Kollaborative Arbeiten initiieren, gestalten und bewerten“. Meine Twittertimeline hat geglüht, das Notebook kam zwischenzeitlich nicht mehr mit (hat aber auch schon ein paar Tage auf dem Buckel). Spannend war es, auch wenn man meinen Zustand zwischenzeitlich bestimmt als gestresst beschreiben kann. Man möchte keinen guten Beitrag verpassen und auf mindestens drei Posts gleichzeitig antworten.

Das Thema wurde per Abstimmung auf dem Projektblog in der Woche davor gefunden. Während des Chats moderierten Torsten Larbig und André Spang und versorgten die TeilnehmerInnen regelmäßig mit neuen Fragen. Insgesamt waren es 8 Stück über 60 Minuten (angesichts der Dichte von Tweets muss man vielleicht darüber nachdenken ob 7,5 min pro Frage bei steigender Teilgeberzahl wirklich ausreichen. Man muss schließlich, lesen, aussortieren, selbst schreiben, retweeten und antworten). Alles weitere über Idee und Ablauf eines EdChats kann man auf dem erwähnten Blog nachlesen.

Zurück zum Thema – also meinen Eindrücken zum EdChat: Abgesehen davon, dass es wirklich irgendwann zu schnell/zu viel wurde, war es eine super Erfahrung.

Offener (angeleiteter) Austausch in einem überschaubaren Zeitfenster zu einem eingegrenzten Thema. Spannend ist, wie viele Meinungen in eine ähnliche Richtung gehen (das könnte allerdings an der auf Twitter versammelten Teilgebergruppe [Teilgeber ist ein wundervolles Wort, das ich erstmals von André Spang gehört habe] liegen). Es waren jedoch viele Ideen die sich dann zusammen sortierten und ein größeres Bild ergaben. Es war alles recht harmonisch, trotzdem lief die Diskussion – trotzdem wäre der ein oder andere „Gegenläufer“ vielleicht gut gewesen um die Diskussion noch ein wenig anders aussehen zu lassen. Ich kann mir vorstellen, dass das Prinzip so unkonventionell wirkt, dass sich weniger medienaffine KollegInnen nur schwer zur Teilgabe motivieren lassen. Eine Medieneinsteigerveranstaltung ist es meiner Meinung nach nicht. Trotzdem zeigen die nachstehenden Tweets wie sie aktuell ankommt und was bei Lehrenden „da draußen“ so abgeht.

Leider ging alles so schnell, dass man einige Energie braucht um aus dem „Lesen-Schreiben“-Modus auszuscheren und auch mal nachzudenken. Die Gefahr ist, dass man antwortet ohne allzuviel nachzudenken (Tippfehler und vergessenes Hashtag inklusive) – aber das gehört wohl zu digitaler Selbstkompetenz. Neben Twitter empfiehlt es sich ein Notiztool zur Hand zu haben um Twitterkanäle, Ideen und Co ggf. für später notieren zu können.

Spannend ist die Grundidee Twitter auf diese Art als Chatplattform zu nutzen. Ich überlege inwieweit man auf diese Weise eine Lehrveranstaltung (oder einen Teil von ihr) abhalten könnte und wo der Mehrwert liegen könnte / würde. Ein anderes Einsatzszenario wäre, auf diese Weise Anregungen und Co über Studiengänge und -inhalte (bspw. bei Neuauflage eines Studiengangs oder Reakkreditierung) zu erhalten. Auch das finde ich spannend. Es benötigt im Voraus natürlich einiges an Energie und muss auch ein wenig beworben werden, damit genügend Teilgeber dabei sind. Aber das wäre natürlich auch dann eher in eine Richtung gedacht, der EdChatDe funktioniert ja in alle Richtungen. Man gibt und bekommt. Darum auch Teilgeber.

Kurzfassung: seit gestern Abend bin ich von der Sache geflasht und werde die Tage noch länger und intensiver darüber nachdenken welche Potenziale da schlummern und wie ich diese Methode evtl. weiter nutzen kann. Zum Abschluss noch ein ganz ganz großes Lob an die beiden Initiatoren. Es ist super, wenn sich Lehrende so vernetzen und sich austauschen (einige Diskussionen laufen am nächsten Morgen immer noch). Diese Energie müssen wir dringend auf andere übertragen und an die nächste Generation weiter geben.

Links zum zweiten EdChat:

Blogbeitrag von Matthias Heil

Offizieller EdChatDe-Blog

EdChatDe-Wiki

GoogleDoc mit Archiv (via Matthias Heil)

Fragen und Drehbuch (GoogleDoc) bereitgestellt von den beiden Machern (Spang und Larbig)

Rezension: P.Wampfler – Facebook, Blogs und Wikis in der Schule

Das hier wird die erste Buchrezension in diesem Blog. Via Google+ habe ich den Autor kennengelernt und dankenswerterweise hat er mir sein Buch zu Social-Media in der Schule zur Verfügung gestellt. Schon einmal vorab: Glückwunsch an Philippe Wampfler für dieses Werk.

Die Daten

Titel: Facebook, Blogs und Wikis in der Schule – Ein Social-Media-Leitfaden
Autor: Philippe Wampfler
Verlag: Vandenhoeck  & Ruprecht
ISBN: 978-3-647-70165-3
Preis: 24,99 EUR
Umfang: 174 Seiten

Der Aufbau

Das Buch gliedert sich in sechs größere Kapiteleinheiten mit mehreren Unterkapiteln. Dadurch bekommt es eine gute Struktur. Daran schließt sich ein Materialkapitel mit ein paar konkreten Vorschlägen an. Unterbrochen werden die Kapitel von kleineren Intermezzos (I-IV).

Der Aufbau folgt einer logischen Linie. Beginnend bei der Idee von Social Medie über das Nutzungsverhalten von Schülerinnnen und Schülern hin zu Möglichkeiten für Lehrpersonen gelangt Wampfler zu dem Kapitel welche Herausforderungen Social Media für die Schulentwicklung bereit halten. Natürlich fehlt auch der obligatorische Ausblick am Ende des Buches nicht. Daran schließt wie oben erwähnt das Kapitel mit Materialien, d.h. mit Merkblättern und Unterrichtseinheiten an.

Die Intermezzi (angeordnet zwischen den Kapiteln) widmen sich den Themen „Wie man Social Media lernt„, „Kontrollverlust und Filtersouveränität„, „Digitale Einsamkeit und Sucht“ und „Wirtschaftliche Interessen und Social Media„.

Der Inhalt

Wer eine kapitelweise Besprechung haben möchte, der sollte an anderer Stelle weiterlesen. Ein erster Anreiz ist m.E. mit dem oben skizzierten Aufbau gegeben.

Zum Inhalt selbst: es ist sehr spannend welch einen präzisen Rundumschlag Wampfler in diesem Buch vollzieht. Er nimmt sowohl SchülerInnen als auch LehrerInnen in den Blick, begrüßt Neuerungen und Möglichkeiten und weist zugleich auf Gefahren hin. Er fordert eine Auseinandersetzung mit dem Thema ohne es absolut zu glorifizieren und die Augen vor den Schattenseiten zu verschließen. Besonders angenehm ist es, dass er immer wieder die (m.E.) eigene Position verlässt und auf Bedenken und Ängste eingeht, sie thematisiert, diskutiert und sich nicht davor scheut auch einmal ein Problem ungelöst stehen zu lassen.

Leider begeht auch er den „Fehler“ und differenziert m.E. nicht genug zwischen medienaffinen SchülerInnen und denen die es nicht sind. Er setzt auch das Medienverhalten von Jugendlichen mit dem Verhalten von SchülerInnen gleich. An dieser Stelle denke ich, dass LehrerInnen bewusst sein muss, dass ein Schüler / eine Schülerin in ihrer Freizeit vielleicht ein anderes Mediennutzungsverhalten an den Tag legt als in der Schule. Es ist natürlich eine Herausforderung hier eine Brücke zu bauen, aber Kinder und Jugendliche sind m.E. immer nur zu einem Teil SchülerIn.

Was ich mir in solchen Werken immer wieder wünsche ist eine Thematisierung des Umstands, dass die englische Sprache ein Türöffner für große Teile in Social Media sind. Gerade in Verbindung mit Persönlichen-Lern-Netzwerken (ein Abschnitt in diesem Buch der mich nach „MEHR“ rufen lässt) ist dies ein wichtiger Umstand. Je nach Fach oder Thema funktioniert der Aufbau eines solchen Netzwerks nur dann, wenn sich der User (in diesem Fall der Schüler/die Schülerin) sicher in der englischen Sprache ausdrücken kann, da ihm ansonsten im Zweifelsfall nur die (wenigen) deutschsprachigen Experten bleiben.

Wampfler schafft es ein kurzes aber rundes Werk vorzulegen in dem er viele Aspekte beleuchtet ohne sie nur kurz anzureißen. Egal ob der Leser nun Netz-Enthusiast oder -Skeptiker ist, er wird sich in dem Buch wiederfinden und evtl. einen neuen Zugang zu Social Media bekommen.

Meine Meinung

Das Buch ist absolut lesenswert und führt umfassend in die Problematik ein. Wampfler lässt es sich nicht nehmen immer wieder die Perspektive zu wechseln und unterschiedlichen Argumenten zum Thema Social-Media in der Schule zu begegnen. Durch eine gute  Beobachtungsgabe, exakte Analysen und spannende Ideen wird der Leser dazu angeleitet sich selbst Gedanken zu machen und den neuen Herausforderungen im Bildungsbereich zu begegnen.

Einzig der Titel ist etwas verwirrend, da doch der Großteil des Buches sich dem gesamten Themengebiet Social Media widmet. Bei einem Titel der „Facebook, Blogs und Wikis in der Schule“ lautet (der Social-Media-Leitfaden taucht erst darunter auf) erwarte ich persönlich eher praktische Handreichungen bzw. Praxiserfahrungen zu bspw. Facebook. Aber das ist wahrscheinlich mein persönliches Ding – es bleibt dabei: LESEN – NACHDENKEN – UMSETZEN!!

Der Autor

Philippe Wampfler ist Lehrer an der Kantonschule Wettingen in der Schweiz. Daneben ist er bemerkenswert aktiv und schreibt in regelmäßigen Abständen Texte in und über Social-Media.

Lesenswert: Autorenblog

Der Autor auf Twitter

Stockend…nur nicht aufhören..

So, ich bin das erste Mal aus dem Tritt gekommen. Die Tagung in Berlin hat mich nicht nur aus meinem Alltag geschmissen, sondern hat auch irgendwie meine produktive Phase ausgebremst. Ich möchte diesen Blog nicht wieder einschlafen lassen, er ist aus einer Laune entstanden und auch noch nicht sonderlich alt. Es wäre einfach schade, wenn ich so schnell die Lust verliere, oder?

Ich glaube drüben beim wissenschaftlichen Blogportal de.hypothesis.org habe ich gelesen, dass man gerade am Anfang sich darüber klar werden soll wie oft man bloggen möchte. Vielleicht sollte ich mir auch so eine Regelmäßigkeit (im Sinne von: fester Termin) auferlegen.

 Diese Woche ist ziemlich voll, morgen muss ich in einem Kolloquium über einen Aufsatz reden den ich gerade schreibe. Am Mittwoch sind zwei Sitzungen durchzustehen, Donnerstag ist etwas ruhiger – Freitag dann wieder ein Vortrag, diesmal über mein Promotionsthema (Hah! Neue Kategorie für Artikel: Promotion, wobei…vielleicht kriegt die auch einen eigenen Blog).

Der Plan ist: nicht kirre machen lassen, am Wochenende mal überlegen in welchen Abständen ich in der vorlesungsfreien Zeit bloggen möchte.

 

5 Tage tagen…

Als Hochschuldozent kommt es regelmäßig vor, dass man Tagungen besucht. Ich war die gesamte Woche in Berlin auf der Tagung der ISDCL (International Society für Deuterocanonical and Cognate Literature). Insgesamt ging es um Metahpern, ihre Funktion und Verwendung in biblischen, apokryphen und anderen Schriften aus diesem Umfeld.

Spannend war es auf jeden Fall und ein großes Lob muss ich Prof. Dr. Markus Witte und seinem Team aufgrund der reibungslosen Organisation aussprechen! Abgesehen davon hat es mich verblüfft, dass sich Herr Witte noch an mich erinnert, ich saß einmal bei ihm in einer Vorlesung (2005 in Frankfurt, bevor er den Ruf nach Berlin bekam). Respekt!

Schade war nur, dass es zwischen den Vorträgen meist keine Pausen gab, so dass man immer auf die nächste größere Pause warten musste um die Kaffeetasse aufzufüllen oder den einen oder anderen Kollegen/Kollegin mal anzusprechen. Aber: die Stimmung war großartig, es dauerte keine 5min bis man mit den anderen (u.a. auch echten Fachgrößen wie bspw. Otto Kaiser) ins Gespräch kam. Schon allein deswegen würde ich diese Tagung jedem anderen empfehlen!!

Noch ein letzter Absatz, dann soll es das erstmal gewesen sein zu dieser Veranstaltung: ich habe mich mit vielen Menschen unterhalten und natürlich kommt eher früher als später die Frage „und was machen Sie so?“ oder „und woran schreiben Sie gerade?“ – ich habe dann zwar meine Promotion erwähnt, habe aber doch regelmäßig die Gelegenheit genutzt eine Lanze für eine Theologididaktik (also Hochschuldidaktik für Theologie) zu brechen. Die Reaktionen waren immer positiv, manchmal zögerlich, aber das kann ich verstehen, wenn jemand bereits mit der aktuellen Stellengestaltung alle Hände voll zu tun hat. Mir hat es auf jeden Fall Mut gemacht und meine Hoffnung wurde gestärkt, dass dies ein Feld ist, dass dringend mal bestellt werden sollte.